Die Finanzkrise war für viele Anleger mit erheblichen finanziellen Verlusten verbunden. Das Vertrauen in die Banken und Bankberater nahm zunehmend ab.
Wie bei jeder Krise, so gibt es auch bei der Finanzkrise allerdings Gewinner und Verlierer: Und vor allem die Ethikbanken profitieren von der derzeitigen Entwicklung auf dem Bankenmarkt.
Deutlicher Kundenzuwachs bei den Ökobanken
Wie die GLS-Bank, eine der ältesten deutschen Ökobanken berichtete, konnte das Unternehmen eine deutliche Zunahme an Kunden verzeichnen – ebenso wie auch die Nürnberger Umweltbank. Während die Zahl der Kunden bei der GLS-Bank nunmehr von 11.000 auf insgesamt 73.000 Kunden anstieg, so verzeichnete die Nürnberger Umweltbank einen Zuwachs von 10.000 Kunden auf insgesamt 80.000.
Die GLS Bank gab unterdessen an, dass die Zahl der Kunden noch weiter hätte steigen können, wenn die Kapazitäten der Bank größer gewesen wären. Die Zahl der Mitarbeiter wurde in Bochum bereits um 51 Beschäftigte erweitert – nun soll der Kundenandrang besser bewältigt werden können.
Alternative Banken – ein neuer Markt entsteht
Ethikbanken wie die GLS Bank oder die Nürnberger Umweltbank entwickeln sich immer mehr zu einer guten Alternative zu klassischen Banken. Derzeit werden rund ein Prozent aller Kapitalanlagen in grüne Bankprodukte investiert – das Potenzial jedoch ist groß. Wie Experten berichten, sollen rund 20 Millionen Kunden Wert darauf legen, dass die Geldanlage auch nach sozialen, grünen oder ethischen Gesichtspunkten ausgewählt wird.
Die Ökobanken bilden in Deutschland immer mehr einen eigenen Markt, der zunehmend wächst. Neben der Nachhaltigkeit überzeugen die Ethikbanken auch durch attraktive Zinssätze, die durchaus mit den Konditionen anderer Banken mithalten können. Tagesgeld, Festgeld oder auch Girokonten sind für Verbraucher bei den Alternativbanken erhältlich.
| < Zurück | Weiter > |
|---|





