Der Bundesverband der Verbraucherzentralen und die Stiftung Warentest haben jüngst die hohen Dispozinsen bemängelt, die die Banken ihren Kunden in Rechnung stellen. Wer sein Girokonto überzieht, muss kräftig Zinsen zahlen – und das, obwohl sich die Banken derzeit besonders günstig refinanzieren können.
Ungleiches Verhältnis von Leitzinsniveau zu Dispozinsen
Der von der EZB vorgegebene Leitzins ging innerhalb der letzten eineinhalb Jahre deutlich zurück – und befindet sich auch aktuell noch auf einem Rekordtiefstand von 1,00 Prozent. Noch im September 2008 hatte der Leitzins bei 4,25 Prozent gelegen. Dahingegen sind die Dispozinsen nur leicht gesunken – von durchschnittlich 11,98 Prozent auf nunmehr 10,28 Prozent.
Betrachtet man die überzogenen Forderungen der Banken an ihre Kunden im Verhältnis zu dem extremen Absinken des Leitzinses, ergibt sich daraus ein Schaden für Verbraucher in Höhe von 650 Millionen Euro: Der Unterschied zwischen Leitzins und Dispositionszinsen, im Hinblick auf den Abwärtstrend am Finanzmarkt, beträgt 1,55 Prozent. Der berechnete Millionenschaden kommt durch die Berechnung der 1,55 Prozent Differenz im Verhältnis zu den 41,8 Milliarden Euro, die für die Überziehung eines Girokontos bezahlt wurden, zustande.
Girokonto Vergleich: Auf Höhe der Überziehungszinsen achten
Von Seiten der Verbraucherschützer wurden Stimmen laut, dass die teuren Dispozinsen nicht im richtigen Verhältnis zu den derzeit günstigen Refinanzierungsmöglichkeiten der Banken stünden. Bankkunden wird deshalb geraten, im Girokonto Vergleich auch auf die Höhe der Dispozinsen zu achten.
| < Zurück | Weiter > |
|---|





