Ein Briefträger aus München hat mehrere EC- und Kreditkarten aus Briefsendungen entwendet und hat diese für seine persönlichen Einkäufe genutzt. Wie das Polizeipräsidium München mitteilte, hatte der 41-Jährige über einen Zeitraum von knapp sechs Monaten verschiedene Kreditkarten aus der Post gefischt, und in einem Fall sogar die PIN entwenden können. Mehrere tausende Euro hob der Postbote sodann vom Geldautomaten ab, um damit Sportartikel, Elektroprodukte und Lebensmittel zu kaufen. Seine Lebensgefährtin half dem Mann dabei.
Kreditkarten-Missbrauch im Vorfeld verhindern
Verbraucherschützer raten dazu, beim Verlust von Kreditkarten diese sofort sperren zu lassen und eine Anzeige bei der Polizei zu stellen. Nur so kann ein Missbrauch verhindert werden – und die Haftung für eventuelle finanzielle Schäden übernimmt ab dem Zeitpunkt der Sperrung das Kreditkarteninstitut. Sollte eine Kreditkarte im Rahmen einer Kontoeröffnung oder nach der Antragstellung längere Zeit nicht eintreffen, ist eine Nachfrage bei der betreffenden Bank oder dem Kreditkarten ausgebenden Institut sinnvoll. Nicht nur Postboten, auch Nachbarn oder Fremde können unter Umständen die wertvolle Post aus dem Briefkasten entwenden und die Kreditkarte für eigene Zwecke missbrauchen.
Der Münchner Briefträger wurde unterdessen wegen Unterschlagung festgenommen. Dem Täter droht nun eine Geld- oder Freiheitsstrafe.
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