Die Kreditkarte ist ein beliebtes Zahlungsmittel, das auch hierzulande immer häufiger von Verbrauchern in Anspruch genommen wird. Besonders vorteilhaft: Die getätigten Umsätze werden erst Wochen später vom Verrechnungskonto abgebucht – insofern erhält der Kreditkarteninhaber einen kurzfristigen, kostenlosen Kredit. Manche Kreditkartenanbieter gewähren sogar eine bequeme Raten-Rückzahlung über viele Monate hinweg.
Den Überblick über die Kreditkartenumsätze behalten
Was sich zunächst so positiv anhört, kann jedoch schnell auch ins Gegenteil umschlagen: Nicht umsonst gehört die Kreditkarte zu den größten Risiken einer Überschuldung. Wer seine Ausgaben mit der Kreditkarte nicht ständig im Blick behält, gerät schnell in die Schuldenfalle. Die Beträge summieren sich, die Rückzahlung gerät ins Wanken, ein Zahlungsausfall droht. Die Folgen davon kann sich jeder selbst ausmalen.
Prepaid-Kreditkarten nutzen
Experten raten Verbrauchern, die dazu neigen unverhältnismäßig viel Geld mit der Kreditkarte auszugeben oder schnell den finanziellen Überblick verlieren, auf eine Prepaid-Kreditkarte zurückzugreifen. Diese Kreditkarte funktioniert auf Guthabenbasis – es kann niemals mehr Geld ausgegeben werden, als zuvor auch einbezahlt wurde.
Costa Rica: Kreditkartenschulden in Millionenhöhe
Wie sich Schulden mit der Kreditkarte summieren können, zeigt jüngst das Beispiel Costa Rica. Hier haben Kreditkarteninhaber insgesamt Schulden in Millionenhöhe gemacht – die Landesbewohner schulden den Kreditkartenunternehmen knapp 900 Millionen Dollar. Das ist viel für ein Land, das nur knapp 4,5 Millionen Einwohner verzeichnet. Etwa 1,4 Millionen Kreditkarten sind in Costa Rica im Umlauf. Die Schulden machen mittlerweile 2,6 Prozent des Bruttoinlandproduktes aus.
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