Anleger sollten sich von den ständigen Zinssenkungen beim Tagesgeld allerdings nicht abschrecken lassen. Denn mit den Zinsen ist auch die Inflation gesunken. Die Rendite mag auf den ersten Blick ein wenig mager erscheinen. Berücksichtigt man aber die Kaufkraft, gleicht sie das niedrige Zinsniveau wieder aus und ergibt sich „bereinigt" in etwa der gleiche (Zins-)Gewinn wie vor der Krise. Zudem gibt es nach wie vor Tagesgeldanbieter, die 2,00 oder mehr Prozent bieten. Entscheidend sind die Konditionen, zu denen die Zinsen gewährt werden.
Einerseits wird mit sogenannten Neukundenangeboten geworben, die nur für einen bestimmten Zeitraum und nur für „frisches" Geld eingeräumt werden. Nach Ablauf der Frist von drei oder sechs Monaten gilt dann der reguläre Zinssatz. Andererseits knüpfen einige Banken bestimmte Voraussetzungen an eine hohe Verzinsung - ob nun die Nutzung eines Depots oder eine Mindesteinlage. Diese Faktoren sollten bei einem Tagesgeld Vergleich ebenso berücksichtigt werden wie die Sicherheit der Einlagen und selbstredend der Zinssatz.
Um mit dem Tagesgeld eine möglichst hohe Rendite zu erzielen, ist ein Vergleich angesichts der ständigen Kurskorrekturen der Banken ohnehin unumgänglich geworden. Es sei denn, man setzt auf Beständigkeit und sucht sich einen Anbieter, der keine großen Sprünge in seiner Zinskurve aufweist.
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