Die Zahl der Kreditkarten steigt stetig an – und immer häufiger kommt die kleine Plastikkarte als bargeldloses Zahlungsmittel in Geschäften sowie im Internet zum Einsatz. Die Kreditkarten ausgebenden Institute profitieren von dieser Entwicklung – und so kann American Express im zweiten Quartal dieses Jahres ansehnliche Gewinne vorweisen.
Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum verzeichnete American Express im zweiten Quartal 2010 einen Gewinn von 1,02 Milliarden US-Dollar- und konnte damit das positive Ergebnis des Vorjahresquartals verdreifachen. Der Umsatz legte um 22 Prozent zu und betrug 16 Milliarden US-Dollar. Diese Zahlen gab der Kreditkarten-Hersteller vorigen Donnerstag nach Börsenschluss bekannt. Die Ergebnisse entsprechen einem Gewinn von 84 Cent pro Aktie.
Kreditkarten-Hersteller mit positiven Zahlen – Börsenwert steigt
Zwar waren Analysten bereits davon ausgegangen, dass der Konzern ein glänzendes Ergebnis in diesem Quartal präsentieren würde – doch hatte man „lediglich“ mit 78 Cent Gewinn pro Aktie gerechnet. Die Börsen nahm die Meldung erwartungsgemäß positiv auf – und stieg gleich nachbörslich um rund fünf Prozent.
Die Lage bei American Express scheint so gut wie schon lange nicht mehr – doch Konzernchef Kenneth Chenault bleibt zurückhaltend: „Wir bleiben vorsichtig in puncto Wirtschaft“, so der Unternehmensführer. US-Präsident Barack Obama habe erst kürzlich neue Gesetze auf den Weg gebracht, welche potentielle Gefahren für den Kreditkarten-Konzern darstellen könnten.
Weniger ausstehende Kredite durch Kreditkarten-Nutzung
Positiv ist jedoch die Zahlungsmoral der Kreditkarten-Kunden: Nur noch 652 Millionen Dollar musste American Express an Rückstellungen für ausstehende Kredite bilden. Im 2. Quartal des Vorjahres waren es hingegen noch 1,6 Milliarden Dollar gewesen, die der Konzern hierfür bereitstellen musste.
Die Ergebnisse der beiden Konkurrenten VISA und MasterCard stehen noch aus. VISA will seine Zwischenbilanz am 28. Juli vorlegen, MasterCard am 3. August.
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