Die Versuchung ist groß, zum jetzigen Zeitpunkt in das Aktiengeschäft einzusteigen. Seit dem Tiefstand des Deutschen Aktienindex (DAX) vor etwa einem Jahr hat sich die Börse deutlich erholt. Der DAX hat seitdem rund 70 Prozent zugelegt – und vielen Anlegern bis heute schon eine beachtliche Rendite mit dem Aktienhandel beschert.
Tagesgeld und andere sichere Sparanlagen bei Banken schneiden dagegen immer noch nicht besser ab als vor einem Jahr – im Gegenteil, vielmehr haben die Zinsen in dieser Zeit noch einmal nachgelassen. Derzeit erhalten Anleger durchschnittlich weniger als 1,5 Prozent Zinsen auf ihr Tagesgeldkonto. Ausnahmen stellen Top-Banken wie die DAB Bank (2,30 %), die Bank of Scotland (2,10 %) oder auch die comdirect Bank (2,10 %) dar.
Tagesgeld als stabile Geldanlage ohne Verlustrisiko
Die Rendite von Tagesgeld fällt, verglichen mit den Börsengeschäften, deutlich magerer aus. Doch der Preis von Aktien kann dennoch weitaus teurer sein – schließlich müssen Anleger hier Kursverluste und Schwankungen mit einplanen, die bei einer Tagesgeldanlage getrost unbeachtet bleiben können. Tagesgeld lässt Anleger zudem flexibel bleiben. Zwar lassen sich auch Aktien täglich frei handeln – doch sind diese kurzzeitigen Schwankungen ausgesetzt, so müssen Sparer oftmals einige Zeit warten, bis sich der Verkauf der Aktien im Depot wieder lohnt.
Aktien oder Tagesgeld? Portfolio am besten diversifizieren
Auch wenn Aktiengeschäfte derzeit reizvoll erscheinen – Experten raten dazu, lediglich einen Teil des Vermögens in Aktien zu investieren. Und das auch nur dann, wenn eine gründliche Vorinformation über die avisierten Wertpapiere und dem Börsengeschehen im Allgemeinen vorausgegangen ist. Tagesgeld bleibt nach wie vor eine gute Beimischung im Anlageportfolio, die zwar derzeit nicht die höchsten Renditen, dafür jedoch Sicherheit, Flexibilität und Planungsfähigkeit mit sich bringt.
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